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Die Bar (Ju Innerhofer)

Ju Innerhofer aus Südtirol ist Doktorin der Humanmedizin und absolvierte die Axel Springer Akademie. Sie lebt in Berlin, wo sie als freie Journalistin und Autorin tätig ist. Drei Jahre lang arbeitete sie dort im Nachtleben, und ihre Erfahrungen haben Eingang in die Erzählung „Die Bar“ gefunden – ihr Debütwerk.

Das Buch kostet in der Kindle Edition 9,99 Euro, als gebundene Ausgabe 16,99 Euro und ist im Handel erhältlich. Die Erzählung wurde in einer ersten Auflage im Juni 2013 im Metrolit Verlag veröffentlicht. Die Erzählung beschreibt einen Sommer in Berlin, angesiedelt in einer Szene-Bar, sehr persönlich aus der Sicht der Thekenkraft geschrieben.

Die Bar (Ju Innerhofer)

Die Bar (Ju Innerhofer)

Wer das Buch lesen sollte: Zur Zielgruppe von Ju Innerhofer zählen alle, die schon immer mal wissen wollten, was dabei herauskommt, wenn Mediziner sich als Schriftsteller/-innen versuchen. Alle, die persönliche Erfahrungen in der Literatur schätzen, die sich gerne mitreisen lassen in die ganz individuelle Erlebniswelt von „fachfremden“ Schreibern und Schreiberinnen, die werden den Ausflug in das Berliner Nacht- und Drogenleben genießen. Die Szene ist zwar beliebt, aber wirklich Einsichten haben nur wenige Menschen. Wer tiefgreifend philosophische Erkenntnisse erwartet, sich weiterbilden will oder andere höhere Ziele hat, wird sich mit der Erzählung nicht anfreunden können – hier geht es um das reine Lesevergnügen, was auch schon auf den ersten Seiten deutlich wird.

Und warum er das sollte: Anders als bei den meisten Erzählungen, die in diesem Metier handelt, hat die Autorin auf persönlicher Ebene geschrieben, sie schafft es, ihre Emotionen, ihre Gedanken und das, was um sie herum vorgeht, in eine manchmal recht knappe, meist aber recht anschaulich beschreibende Sprache zu verpacken. Die Erzählung hat in vielen Magazinen ganz gute Kritiken bekommen (einsehbar im online Buchhandel), schneidet aber bei manchen Lesern eher schlecht ab. Die Wortwahl der Autorin ist manchmal etwas eigenwillig, und wer die Axel Springer Akademie absolviert, der muss sich so manche Häme gefallen lassen.

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Komplexer Satzbau und ein eher großer Wortschatz machen das Buch zu einem sprachlichen Erlebnis, die bisweilen etwas wissenschaftlich daher kommenden Beschreiben können aber auch nerven. Stilistisch passen sie einwandfrei – immerhin gibt die Autorin Einsicht in ihre Gedankenwelt, und es sei auch einer Drogenkonsumentin gegönnt, sich im Rausch der medizinischen Implikationen ihres Lebenswandels durchaus bewusst zu sein. Wer trinkt nicht ab und an ein Glas Wein und weiß gleichzeitig tief in seinem Inneren, dass am nächsten Morgen Kopfweh droht? Es sind diese Details, die manchem Mainstream Literatur verwöhnten Leser übel aufstoßen, denn sie zeugen von etwas, was es kaum noch gibt: Authentizität. Hier schreibt eine Medizinerin und Barfrau, kein Berufsautor, der alles am heimischen PC recherchiert.

Die Bar
Veröffentlicht von: Metrolit Verlag
ISBN: 978-3849300395
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