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Blick in die Zukunft: Was Journalisten wissen sollten

Für Journalisten
Eine Branche ist im Umbruch: Journalisten sind gefordert, sich über die traditionellen Gleise hinaus zu bewegen. Die Anzahl der Festanstellungen sinkt kontinuierlich, Selbstverteidigungsstrategien sind gefragt: Eigene Publikationen geben nicht nur den Raum für Qualitätsjournalismus, sie entwickeln sich schnell zur Empfehlung, wenn es um die Vergabe von Projekten oder Jobs geht. Mit einer eingeschworenen Community im Rücken schafft ein Journalist nicht nur eine eigene Marke, er verbessert  auch die Möglichkeiten der Selbstvermarktung.

Zukunft Journalismus - alle Möglichkeiten ausloten

Journalistin schreibt

Journalistin schreibt - und wie viel kriegt sie dafür?

Plötzlich ist sie da, die enorme Vielfalt, seine eigenen Vorstellungen von Journalismus auszuleben: Ein Blog empfiehlt sich in jedem Fall, auch mehrere parallel geschaltete können sinnvoll sein. Diese Form des Publizierens eröffnet nicht nur die Chance, sich auf einem oder mehreren Fachgebieten als Experte zu profilieren, sondern auch ein eigenständiges Geschäftsmodell aufzubauen. Dazu ist einiges an Arbeit notwendig, Jochen Mai hat es mit seinem Blog Karrierebibel bewiesen: Es lässt sich Geld verdienen. Darüber hinaus verfügen Journalisten aber auch über das Handwerkszeug, eigene Bücher zu veröffentlichen. Ein Verlag ist dazu nicht mehr unbedingt notwendig, zumindest für die ersten Publikationen können Alternativen, wie zum Beispiel E-Books über Amazon oder andere Plattformen, genutzt werden. Sinnvoll ist es, die verschiedenen Kanäle zu verknüpfen, um Synergien effektiv ausnutzen zu können: Die in einem Blog angerissen Themen lassen sich in E-Books vertiefen, wenn die Nachfrage aus der Community angeregt wurde.

Neue Dimensionen einbeziehen: Digitales Storytelling

Die neuen Erzählformate eröffnen weit mehr Möglichkeiten, die eigenen Kompetenzen in Word und Bild zu manifestieren: Ob Audio-Slideshow, die bewegte mit statischen Bildern und einem prägnant gesprochenen Text verbindet, Multimedia-Reportage oder -Dossier - das Interesse des Lesers zu wecken, ist eine Kunst, die den Geschmack und die Ansprüche der Konsumenten treffen muss. Wesentlich ist es, die eigentliche Geschichte in der jeweils besten Art zu erzählen, wie Jens Radü als Leiter des Multimediaresorts beim Spiegel ausführt. Ein weiterer Tipp ist die Veröffentlichung von Simon Sturm "Digitales Storytelling. Eine Einführung in neue Formen des Qualitätsjournalismus" (Wiesbaden, 2013). So empfiehlt sich die Herstellung von Video-Clips ebenso für das Betreiben eines Blogs oder für Beiträge in den sozialen Netzwerken, die Suchmaschinenalgorithmen belohnen die Veröffentlichungen mit sehr guten Rankings.

Modernes Content Marketing für größere Resonanz

Selbstbestimmtes Publizieren vereint Redaktion und Verlag, die Vermarktung der eigenen Veröffentlichung bestimmt also zumindest teilweise die Zukunft Journalismus. Die Grundlagen des Online Marketings stehen demnach ebenfalls auf dem Plan, wenn Journalisten sich beispielsweise als Blogger betätigen wollen: Die Suchmaschinenoptimierung führt zu einer guten Platzierung in den Ergebnislisten und damit zu mehr Besuchern auf der eigenen Seite. Das ist nicht nur wichtig für ein Feedback zu den Veröffentlichungen, sondern macht das Blog für potenzielle Werbepartner interessant. Inwieweit das eigene Thema des Blogs einer kommerziellen Vermarktung entgegensteht oder sich effektiv abgrenzen lässt, beispielsweise durch speziell ausgezeichnete Werbeblöcke, ist immer eine Ansichtssache. Die Vermittlung von Werbepartnern kann über verschiedene Plattformen professionell erledigt werden, ist ein Blog interessant, melden sich Unternehmen auch von selbst.

Rechtliche Grundsätze im Journalismus beachten

Abhängig vom konkreten Sachgebiet wirken sich die zu berücksichtigenden Persönlichkeits- und Urheberrechte mehr oder weniger stark bei den eigenen Publikationen aus: Ein Lifestyle-Journalist sieht sich größeren Gefahren ausgesetzt, als dies bei Fach-Autoren der Fall ist. Wie sich Journalisten sicher im Netz bewegen können, dazu gibt es einige interessante Abhandlungen - die gleichzeitig ein gutes Beispiel für die clevere Vermarktung eines Blogs darstellen, zum Beispiel bei Lousypennies. Die These von Stefan Plöchinger, der als Chefredakteur für sueddeutsche.de verantwortlich zeichnet, nach der Online-Leser als Fans durchaus bereit sind, für Beiträge Geld zu bezahlen wird auf diese Weise belegt. Es reichen dann schon die kleinen Beträge, denn die Reichweite von Online-Publikationen ist enorm.

Technische Möglichkeiten im New Journalism ausprobieren

Ob ein Journalist sich nun für einen Blog und/oder ein eigenes Buch entscheidet, um selbstbestimmt zu publizieren, die erforderlichen technischen Kenntnisse lassen sich schnell aneignen. Zum Beispiel eröffnet WordPress mit seinem vielfältigen Angebot nicht nur die kostenlose Möglichkeit, einen professionellen Blog mit sinnvollen Werkzeugen und Hilfsmitteln einzurichten, Autoren werden auf diese Weise auch zum eigenen Verleger. Selbst das Thema Leistungsschutzrecht wird unterstützt, zumal die rechtliche Situation in Bewegung und nicht ganz eindeutig ist. Für eigene Bücher bietet sich eine ganze Fülle an Wegen an, die von der Verhandlung mit einem kleineren Verlag über Selfpublishing bis hin zur Erstellung und Vermarktung von E-Books über spezielle Plattformen oder den eigenen Blog reichen. Den großen Verlagshäusern, die bisher einzig über Wohl und Wehe der Autoren entschieden, wird kräftig Konkurrenz gemacht. Die Leistungspakete von Online-Verlagen können nämlich durchaus auch die Organisation von Werbekampagnen und Lesereisen umfassen, vor allem aber die neuen Mischformen von Buch und Internet eröffnet interessante Möglichkeiten: Social Reading erobert sich neue Kundengruppen, wie Sascha Lobo, erfolgreicher Spiegel-Kolumnist und Blogger, in seinem Interview mit Online-Ausgabe der Zeit erläutert.

Themen, Expertenwissen und Glaubwürdigkeit von Journalisten

Die selbstbestimmten Publikationen, in welcher Form sie auch immer bewerkstelligt werden, sind die geeignete Plattform für Journalisten, sich ausführlich zu Themen zu äußern und diese persönlich zu vermitteln. Aus der anonymen Größe "Journalist" wird ein Mensch, zu dem die Leser eine persönliche Beziehung aufbauen können. So geben die Kommentare in Blogs nicht nur Lob oder Kritik wieder, sie liefern regelmäßig neue Anregungen, ein anderes oder verwandtes Thema oder einen bestimmten Aspekt weiter zu vertiefen. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Lesern, die auf diese Weise zu Fans werden können, hilft auch dabei, die Glaubwürdigkeit des Journalismus wieder herzustellen. Insbesondere in den letzten Jahren und im Zuge der Digitalisierung wächst die Kritik am etablierten Journalismus, sodass neue Strategien gefragt sind: Alan Rusbridger, Chefredakteur des Guardian, forderte von seinen Kollegen Offenheit, die auch das Zugeben von Fehlern und transparente Diskussionen umfasst. Die Zukunft Journalismus wird deutlich mehr geprägt von Flexibilität, technischem Know-how und der Nutzung mehrere Kanäle. Das verheißt zwar zunächst mehr Aufwand, allerdings eröffnen sich auch enormen Chancen, die weit über die Verwirklichung eigener Vorhaben hinausgehen: Was als Selbstverteidigungskonzept oder Exit-Strategie beginnt, kann sich durchaus zur ergiebigen Verdienstquelle auswachsen.

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