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Armin Wolf: Wozu brauchen wir noch Journalisten?

Armin Wolf ist seit 1985 ein populärer Journalist beim österreichischen Fernsehsender ORF und moderiert in Wien die Abendsendung ZIB2. In seinem Buch Wozu brauchen wir noch Journalisten? wurden seine drei Theodor-Herzl-Vorlesungen an der Universität Wien zu Papier gebracht. Erschienen 2013, beleuchtet das Buch die Rolle des Journalismus in der digitalisierten Welt mit ihrer komplett neuen Mediennutzung.

In den drei Vorlesungen verteidigt Wolf überzeugend die Bedeutung von Journalisten für die Meinungsbildung einer Gesellschaft. Es ist ihm ein persönliches Anliegen, gegen die schlechte Reputation von Journalisten zu arbeiten, damit sie ihrer Aufgabe gerecht werden.

Der Inhalt in 140 Zeichen: Mutmacher-Buch. Plädoyer gleich Orientierung von Österreichs Journalist Nr. 1 für Journalismus, der anders als Technologie Fakten einordnet. Das Buch von Armin Wolf gibt’s für 14,90 Euro, auch als Kindle-Edition – hier klicken!

Wer das Buch lesen sollte: Nachwuchs-Journalisten, die nicht wissen, ob der Beruf Zukunft hat. Blogger, die ihren Unterschied zum Journalisten erkennen wollen. Alte Hasen des Journalismus, denen Digitales Angst macht.

Und warum er das sollte: Journalismus ist kein Beruf, sondern Berufung. Zum Erklären. Zum Aufklären. Einmal Journalist, immer Journalist: immer unbequem, immer nervend, immer um die Wahrheit bemüht. Was sind diese Werte wert, wenn Neuigkeiten zu News werden und sekundenschnell um die Welt jagen? Dann schlägt die Stunden des Journalisten: Er bewertet und ordnet ein, schenkt Orientierung und Zusammenhang, er führt und fühlt sich verantwortlich. Armin Wolfs Buch ist eine Erinnerung daran: dass Journalisten die Demokratie nicht zerlegen, sondern stärken, dass ihre Rolle als vierte Gewalt gewichtiger wird, wenn der Nachrichtenstrom stärker wird. Und gleichzeitig ist das Buch eine Ermahnung, dass das Beharren auf alte Aufgabenfelder eben nicht Journalismus bedeutet. Journalisten sind unabhängig vom Medium, das ihre Arbeit transportiert – sofern sie ihrer Aufgabe gerecht werden, siehe oben.

Wozu brauchen wir noch Journalisten?
Veröffentlicht von: Picus Verlag
am 20.02.2013
ISBN: 3854526970
Kommentare
  • Niki Riss  27.08.2014

    „Print-Medien sterben aus“, „Journalismus ist manipuliert“, „Heutzutage gibt’s eh Blogger“ – wenn man sich als junger, medieninteressierter Österreicher im Journalismus versucht, wird man nicht nur überraschend häufig kritisch beäugt, sondern sieht sich auch immer öfter mit derart kritischen, schwach argumentierten und negativen Aussagen konfrontiert.

    Auf 141 knackigen aber prägnanten Seiten zeigt Armin Wolf mit empirischem Wortwitz auf, warum solch oberflächliche Aussagen meist durch bloßen Unwillen zur Veränderung entstehen, oft an den Haaren herbeigezogen sind und warum wir klassische Journalistik heute teilweise dringender brauchen denn je.

    Zusätzlich dazu wird einem wiederholt vor Augen geführt, wie weit das offenbar twitterfaule Europa (vor allem aber deutschsprachige Regionen) technisch hinter den USA steht, und wie wenig wir aus den Möglichkeiten, die uns bieten machen.

    Da sich das Buch aus einer Sammlung von Vorlesungen sowie Reden zusammensetzt, ist es durchgehend unterhaltend und trotz etlicher Zahlen und Studien alles andere als schwere Kost.

    Nicht nur für Journalisten jeden Alters, für die allerdings insbesondre, ein absolut lesenswertes (Hand-)Buch.

    • Pit Gottschalk  28.08.2014

      Danke für den Input! Ja, das Buch öffnet den Blick für unseren Berufsstand

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